13 Februar 2011

Ver-Dichtung und Wahrheit: Mauerpark wird Welt-Bürger-Park nicht Mega-Marthashof

Wir von der AnliegerInitiative Marthashof  wollen verhindern dass sich die Katastrophe "antisozisale Plastik" nicht in gigantischer Potenzierung wiederholt: das Joint-Venture des SPD-Manns Ephraim Gothe mit der Vivico-Real Estate droht aber Realität zu werden. - der Mega-Marthashof am Mauerpark etwa fünfmal größer als das monströse Urbild im Oderberger Dreieck Schwedter Straße, neue zynische Adresse einfach nur " Marthashof 1-X".
Seit Ende der Woche beginnt sich aber die beharrliche Arbeit der durch das Bürgernetzwerk BIN-Berlin verbundenen Initiativen auszuzahlen: die Allianz verzichtet vorläufig auf die Millionen-Rückzahlungen und die illegitime Bürgerwerkstatt, mit der das von Herrn Gothe eingesetzten Moderatoren-Kumpanei Seebauer/Voskamp unter Zuhilfenahme einiger SPD-Parteigänger aus dem Gleimviertel und dem Brunnenviertel Bürgerbeteiligung vorgaukeln sollte, ist geradezu implodiert: möglicherweise haben doch einige bemerkt, für welches Ziel sie ihre Zeit und Energie eingesetzt haben. Alles Nähere dazu hier: MAUERPARK: Gothe-Bürgerwerkstatt goes beserk! · Nun muss der Blick gen Zukunft schauen: für dieses wunderbare historische und doch zeitgemäße Areal kann die Perspektive nur lauten: Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park AIM freut sich auf die Zusammenarbeit mit den wirklichen Freundinnen und Freunden des Mauerparks: jenen, die das Bekenntnis zur Bebauung durch Vivico verweigert haben, das von Seebauer/Voskamp in schändlicher Weise als Voraussetzung den Teilnehmern dieser Bürgerwerkstatt abgepresst werden sollte.

Jetzt ist der Moment, einmal innezuhalten und zu reflektieren, worum es beim Mauerpark, aber auch vielen anderen Projekten überhaupt geht: Verdichtung und Nachverdichtung. Zu diesem Thema hat  Frank Möller von der BIN-Berlin Initiative CARambolagen eine bemerkenswerte Arbeit am 2.Februar veröffentlicht, vielleicht nicht von ungefähr am Tag der Räumung der Liebig14. Frank Möller werden die meisten auch kennen als einen der Protagonisten im Konflikt um die Kastanienallee (alle Infos zur Kastanie21 hier: Kastanie21 oder KreativKastanie? das BIN-Berlin-Portal zur Rettung der Kastanienallee in Prenzlauer Berg · ).AIM und CARambolagen sind auch Teil des Bündnisses NUr Zu.
Vielleicht kann man diesen Artikel auch als einen Beitrag zur gentrification-Frage erleben, aber auch am heutigen Tag des nun soeben beendeten Wasser-Volksbegehrens, als einen Beitrag zur Diskussion um Privatisierung und Commons:


Ver-Dichtung und Wahrheit

Vom Sinn und Unsinn der innerstädtischen „Verdichtung“.
Wieviel Verdichtung ist zuviel?
CARambolagen fordert wissenschaftliche Studie zur Ökologie der Verdichtung und Festlegung von Obergrenzen.

Verdichtung = ökologisch. Dieses Dogma beglückt nicht nur Baulöwen und Miethaie, sondern treibt auch professionelle Stadtentwicklungsscharlatane buchstäblich in finstere Sackgassen. Dass eine Vermehrung der Einwohner pro Quadratkilometer, in einer schon jetzt hoch verdichteten Innenstadt, wirklich ökologisch ist, darf getrost als Unfug bezeichnet werden. Denn die negativen Nebenwirkungen sind augenfällig. CARambolagen fordert deshalb, dass die Ökologie der (innerstädtischen) Verdichtung mit konkreten Zahlen belegt wird und Obergrenzen festgelegt werden. Die Parameter einer Studie dürften jedoch schwer festzulegen sein. Denn welches Biotop ist schützenswert? Nur das der Frösche am Stadtrand oder auch der Kiez der Menschen?

Für Hühner, Schweine und Rinder gibt es genaue Vorschriften zur Größe der Auslauffläche, die streng eingehalten werden müssen, damit diese als „glücklich“ bezeichnet werden dürfen. Wieviel Auslauf eine Stadtbewohnerin benötigt, um als „glücklich“ qualifiziert zu werden, bleibt vorerst dem Augenmaß von Ausschussmitgliedern und anderen Dilettanten der öffentlichen Stadtplanung vorbehalten. Kriterien sind hier nicht so sehr die Menschenfreundlichkeit oder die Wissenschaft, sondern die politische „Wendigkeit“ im Alltagsgeschäft der „Zählgemeinschaften“ 1 und bei der Interpretation der Unterschiede zwischen Korruption und Ideologie („Mövenpick-Parteien“ etc.).

Solche Wendigkeit ermutigte den Grünen Abgeordneten der BVV Mitte, Bern Schepke, während einer hitzigen Debatte zum Mauerpark, zu der geistreichen Aussage: „Wer’s Grün will, muss an den Stadtrand ziehen.“
Seine Parteigenossin Franzsika-Eichstädt-Bohlig MdA weiss da deutlich differenzierter und plausibler und ganz konträr zu argumentieren: „Häufig wird eine städtische Dichte gefordert, die keine Rücksicht nimmt auf die privaten Freiflächenwünsche einerseits, auf den Bedarf der Städte an Durchgrünung und Durchlüftung andererseits. Wer die Menschen vom Wohnen in der Stadt überzeugen will, muss ihnen aber auch hier Freiflächen, Grün und Aufenthaltsqualität bieten. Wer das missachtet, darf sich nicht wundern, wenn die Nachfrage nach den grünen Vororten wieder steigt. Technisch können wir heute Dachbegrünung und Terrassen aller Art bauen. Planerisch geht dies aber nur mit einer angemessenen Dichte, nicht mit Überverdichtung – auch wenn Investoren immer die maximale Ausnutzung ihrer Grundstücke fordern!“ 2

Der Zersiedelung Ostwestfalens (und anderer Provinzen) muss dringend Einhalt geboten werden! Und eine Re-urbanisierung seiner traditionellen Zentren hätte bedeutende ökologische Nebenwirkungen. Das gleiche gilt auch für das Ruhrgebiet u.v.a. Aber, dass das schon hoch verdichtete Berlin seine Ökologie durch die Verringerung der Abstandsflächen von 0,8H auf 0,4H, oder durch eine Bebauung designierter Grünflächen (z.B. Mauerpark), verbessert, nachdem bereits zahllose kriegsbedingte Bebauungslücken seit der Wende die (Wieder)-Verdichtung erheblich vorangetrieben haben, behauptet nur wer davon profitiert, oder wer der Verwertungsideologie der Profiteure auf den Leim gegangen ist. Wissenschaftlichen Rückhalt gibt es für diese Behauptungen jedenfalls nicht.

„Die Dosis macht das Gift“, auch bei der Verdichtung, aber Augenmaß ist kein Attribut der Gier. Die Verinnerlichung der „marktwirtschaftlichen“ Gier-Ideologie reicht immer noch weit, auch bis in die Grüne Politik -  von Sozial-, Christ- und Freidemokraten ganz zu schweigen. Die Schlauen verkaufen ihre Profit-Gier, als dem Wohl aller dienend: Glauben tun das dann die Dummen.

- Ad hoc „Koalitionen“ die auch als Verlobungen für künftige „echte“ Koalitionen im Senat verstanden werden können, auch wenn sie in den Berliner Bezirksverordnetenversammlungen nur eine untergeordnete Bedeutung spielen, da die Ämter der Stadträte nach Proporz verteilt werden. Eine fragwürdige Praxis, da sie dazu neigt der „Opposition“ (wer ist das?) den Elan zum opponieren zu nehmen.

2 - 15-06-07  „STADT – HAUS – MENSCH“  Einführungsbeitrag zum Ökobaukongress der grünen Bundestagsfraktion am 15./16.6.2007



In Ermangelung präziser wissenschaftlicher Literatur zum Thema „Ökologie der Verdichtung der Innenstädte“, weitere Zitate der Architektin und Städtebauexpertin Franziska Eichstädt-Bohlig MdA zum Thema:


„Um die Hoffnungen der leidenschaftlichen Urbanisten gleich zu dämpfen: Die Trends Zurück in die Stadt sind zwar wahrnehmbar, aber immer noch sind drei Viertel aller Neubauten Eigenheime. Der Trend der Stadtflucht ist etwas weniger stark ausgeprägt als noch vor 10 Jahren. Aber natürlich ist er immer noch der dominierende Trend. Zumal die Landflucht ihrerseits nicht in die Stadt sondern ebenfalls in die periferen Siedlungsränder der Städte führt.“

„Freiflächen und intensives Grün: Häufig wird eine städtische Dichte gefordert, die keine Rücksicht nimmt auf die privaten Freiflächenwünsche einerseits, auf den Bedarf der Städte an Durchgrünung und Durchlüftung andererseits. Wer die Menschen vom Wohnen in der Stadt überzeugen will, muss ihnen aber auch hier Freiflächen, Grün und Aufenthaltsqualität bieten. Wer das missachtet, darf sich nicht wundern, wenn die Nachfrage nach den grünen Vororten wieder steigt. Technisch können wir heute Dachbegrünung und Terrassen aller Art bauen. Planerisch geht dies aber nur mit einer angemessenen Dichte, nicht mit Überverdichtung – auch wenn Investoren immer die maximale Ausnutzung ihrer Grundstücke fordern!“

15-06-07  „STADT – HAUS – MENSCH“  Einführungsbeitrag zum Ökobaukongress der grünen Bundestagsfraktion am 15./16.6.2007

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„Wir können durch Überverdichtung in den Städten kein familiengerechtes Wohnen schaffen. Von daher ist sowohl die planerische als auch die stadtentwicklungspolitische Konzeption, Idee und Fantasie gefragt, in dieser Form städtische Wohnungen familien- und kindergerecht zu entwickeln und auch das Wohnumfeld und die Verkehrspolitik und Verkehrsplanung entsprechend zu entwickeln.“

Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 149. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 8. Februar 2001

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…“Die Städte und die städtische Wohnungswirtschaft selbst müssen prüfen, was zu tun ist, um die Stadt als Wohnstandort wieder attraktiv zu machen. Weniger Verkehr, Lärm und
Unfallgefahren, mehr Grün und Erholung im städtischen Bereich sind ebenso gefragt wie
mehr private Freiflächen und wohnungsnahe Verfügungsräume. Nur wenn die Städte die
Wohnwünsche, die im Eigenheim gesucht werden, ernst nehmen und zumindest zu Teilen in
städtischen Wohnformen und in guter Wohnumgebung umsetzen, können sie die Konkurrenz mit dem Umland langfristig wieder zugunsten des Wohnens in der Stadt umdrehen.“ „

STADTUMBAU UND SOZIALE STADT – ENTWICKLUNGSTENDENZEN AUF DEM WOHNUNGSMARKT“ -  Franziska Eichstädt – Bohlig MdB – (2002)

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„Um die Wohn- und Lebensqualität zu verbessern, sind private und öffentliche Grün- und Freiflächen im Wohnumfeld auszubauen, zu qualifizieren, zu sichern und zu vernetzen. Zudem
ist die Aufenthaltsqualität vorhandener wohnungsnaher Freiflächen zu verbessern. Dort wo die Stadt bereits hoch verdichtet ist, darf nicht jede noch freie Fläche als Baulücke betrachtet und bebaut werden. Verkehrsüberlastung, Lärm und Unfallgefahren sind abzubauen.“

Bundesarbeitsgemeinschaft Planen, Bauen, Wohnen von Bündnis 90/Die Grünen - 1.12.2002

06 Januar 2011

Marthashof, die antisoziale Plastik - nach Jahr und Tag

Vorab-UPDATE Dezember 2012: theEuropean hat erneut ohne Begründung den Text vom Netz genommen; "Marthashof, die antisoziale Plastik" ist dehalb ganz am Ende zu lesen. Bei archive.org ist der Artikel noch in seiner Urform zu einzusehen, zumindest solange es dieses bedrohte Internet-Archiv noch gibt. Das gilt auch für die Leserbriefe - einen speziellen, der seitens der Redaktion unbeantwortet blieb, hier, nicht ohne Grund, zur Kenntnis: "von Frank Möller – 19.04.2010 - 20:26 Werden die Stofanel-kritischen Beiträge jetzt entfernt??? Wir vermissen unsere Stellungnahme…"

Heute vor einem Jahr erschien, zu-fällig am Erscheinungstag 2011, Epiphanias also, das Manifest der gleichnamigen AnliegerInitiative: "Marthashof, die antisoziale Plastik" : eine Exerzitie in sieben Schritten über antisozale Gier und Gewalt in einer geteilten Metropole.
AIM hat seinerzeit akzeptiert, dass von der Redaktion ein Vorwort und zwei Zwischentitel hinzugefügt wurden, die Gliederung wurde im Original etwas deutlicher: Marthashof, die antisoziale Plastik - AIM 16.12.09


Der Artikel wird seit kurzem von theEuropean nach längerer Pause wieder online gestellt. Weiterhin verschollen sind die Leserbriefe von Stephanie Schürfeld von Rettet den Eckspielplatz sowie von Frank Möller von CARambolagen, zweier der  in BIN-Berlin vernetzen Initiativen; warum sie entfernt wurden bleibt ungeklärt. Desweiteren wurde der Beginn des ersten Leserbriefes “AIM - (Braune) Hetze nach Berliner Art” entfernt. Es muss gesagt werden, dass  viele Leute im Oderberger-Dreieck es für wahrscheinlich erachten, dass "Herr Lennard West" ein Alias aus dem Umfeld der Stofanel-Investment ist.
Auch existiert der einstige Zusammenhang nicht mehr : die Rubrik "das grosse Ganze" ist verschwunden, und es wird auch nicht mehr ersichtlich, dass es unter dem Dach der Überschrift "Gated Communities" eine ironische Gegenrede des Journalisten Guido Walter gab: Wohnen in Prenzlberg - Ich möchte Teil einer Gated Community sein | The European . Damit startete dann, mit geänderter Überschrift,  "Gated Community" - Ich auch! die hyperlokalen "Prenzlauer Berg Nachrichten", mittlerweile selbst Gegenstand einer lebhaften Kontroverse.Deutungsgerangel um Prenzlauer Berg « Gentrification Blog . In den jeweiligen Leserbriefen ist erhellendes zu beiden Themenkomplexen zu erkennen.

Der damalige Gesamtzusammenhang ist noch gut in der Würdigung durch Andrej Holm zu erkennen, die tags darauf erschien: Berlin: „Latte-Laptop-Prekariat“ gegen Luxuswohnprojekt « Gentrification Blog

Im Eintrag in diesen marthashofBlog, der ebenfalls, heute vor einem Jahr am 6.Januar 2010 vorgenommen wurde, wird einer Randnotiz, eine den Begriff des Antisozialen erhellende Koinzidenz geschildert.
Und ja, um sich dem Begriff der antisozialen Plastik zu nähern, sollte mein eine Idee der These haben, zudem der Begriff die Antithese ist. Auf eine positive Definition wurde im Text verzichtet - Hier ein Versuch beides in ein Gespräch zu bringen.

Zum Themenkomplex Mauerpark, um den es ja auch im Text zur "antisozialen Plastik geht" gibt es ja mittlerweile durch die Gründung der Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park eine neue hoffnungsvolle Perspektive. Mehr dazu demnächst im MAUERPARKblog .

Ansonsten gibt es im Ganzen aber wenig Anlass zu Optimismus, wie es der Zu-Fall will, bringt die Berliner Zeitung  just an diesem heutigen Jahrestag ein Bubenstück hochnotpeinlicher Hofberichterstattung zur Erscheinung, das den berühmt-berüchtigten Traum von der langen Familientafel noch zu toppen vermag: Villa mit Baumhaus
hier portraitiert Ulrich Paul die Baumumarmerin Giovanna Stefanel-Stoffel ( „Ich finde es schön, das Gesicht auf den Baum zu legen und mit ihm verbunden zu sein“), die uns keine Bäume ließ, da sie das Marthashof-Baummassaker vom 26.Februar 2008 mitverantwortet, und feiert deren Immobilienprojekte mit denen sie nicht aufhören will, gemeinsam mit Ihrem Gatten („Die Liebe hat mich nach Deutschland gebracht“)  Ludwig Maximilian Stoffel, Berlin zu beglücken.
Lustig mag man finden, dass sie indirekt einräumt nicht im Marthashof wohnen zu wollen: „Wenn wir ein Projekt planen, fragen wir uns, ob wir da selber gerne wohnen würden. Wenn ja, dann machen wir es“.
Nicht lustig wird der Nachbar aber die stereotyp vorgetragene Behauptung finden „Die meisten sind von dort“ gemeint sind die wenigen auf der Marthashofs-Baustelle lebenden Menschen, die angeblich überwiegend aus der Nachbarschaft übergesiedelt seien. Wer kennt diese alten, neuen Nachbarn, die scheinbar im Stande waren bis zu 1,4 Millionen  € für eien Wohnung zu zahlen?
Sich die Idee der "bronzefarbenen Lochblechfassaden"  auf die Fahne zu schreiben, auch das hätte Frau Stefanel besser unterlassen: jeder kann sich selbst ein Bild von den schwarz-braunen Verkleidungen machen, die auch noch meterweit über die Mauernränder ragen. „Schöne Spuren“ die sie angeblich hinterlassen will, sehen wahrlich anders aus.
Auch die neuen Einwohner bekommen nicht bloß vom unerträglichen Lärm der Baustelle, die sie bewohnen, die Ohren zugedröhnt, sondern auch von der dissonanten Kreutzersonate des Baulückenmangements, einem Euphemismus für Nachverdichtung: die Eigentümer des Nachbarhauses in der Oderberger Straße , aus der sonnigen Südseite der Republik , konnten dem Aufwertungssog  einfach nicht die Stirn bieten - dass die aufgestockte Manufaktur, eingequetscht zwischen Kastaniengärten und dem benachbarten Marthashof-Block direkt vor deren Terrassen nun eine neue Mauer bilden - einfach Pech gehabt:, auch die Townhouse-Revolution verspeist am Ende den eigenen Nachwuchs. Aber Vorsicht - vor klammheinlicher Schadenfreude wollen wir  warnen: das neue Projekt überflügelt bereits mit Warmmieten über15 €/qm die Prognosen, die Stofanel einst Kauf-Interessenten ins Ohr gesäuselt hat. Der verzichtbare positive Nebeneffekt mag sein, niemand da muss sich mehr sorgen machen ob sein scoring reicht, ihm/ihr einen Mobilfunkvertrag verweigert zu gewähren.

Und so bewahrheitet sich die Prognose, die wir von AIM bereits, seit langem gestellt haben: "Der Bezirk wolle die Straße so verändern, dass sich dort nur noch das "Neue Berliner Bürgertum" wohlfühlt" wurden wir einst im Artikel Stress auf dem niedlichen Planeten in der Berliner Zeitung  richtig zitiert und nur so kann man die großen Auseinandersetzungen im Kiez um die Aufhübschung der Oderberger Straße und aktuell vor allem der beabsichtigten Mutation der Kastanienallee zur Kastanie21 verstehen, die uns demnächst in der neuen Dekade der ElferJahre weiter beschäftigen werden: Hier geht es um durchaus mehr als die Quality-of-Life-Mobilisation von wohnenden Wutbürgern.

Marthashof von hinten:
links Dezember 2009                                                                                    unten: die nachverdichtete Situation 6. Januar 2011


Marthashof, die antisoziale Plastik

Da steht er nun, der neue Gebäudekomplex auf dem Gelände, das bis zu den Bombennächten
1943 den Marthashof der Kaiserswerther Diakonie am Verlorenen Weg im Prenzlauer Berg
behebergte: halbfertig, klatschnasser Beton, hässlich und gewaltig, wo vor kurzem noch das
kleine wilde Wäldchen inmitten Berlins grünte.

Als gewalttätige Präsenz erlebt wird das Gebilde nicht bloß von jenen, die die angrenzenden
Hinterhäuser der legendären Oderberger Straße bewohnen. An jenem Ort von dem der
Widerstand der Wir-Bleiben-Alle-Bewegung ausging, der gegen DDR-Pläne, die Plattenbau statt
Gründerzeit vorsahen, obsiegte, und später gegen BRD-Privatisierungswahnsinn scheiterte, hegt
niemand auch nur ein Fünkchen Sympathie für die Gated Community, die hier hineinimplantiert
werden soll; Not-in-my-backyard-Mentalität sei das, wird gemaßregelt: Falsch! So ein UFO sollte
in überhaupt niemandes Hinterhof landen!

Investor Ludwig Maximillian Stoffel, dessen Gattin an ihm bewundert, dass er "nicht nur ein guter
Geschäftsmann, sondern auch philosophisch und esoterisch ist", aber ficht das nicht an. Er
verheißt seiner Klientel mit seiner "ganzheitlichen Philosophie" eines "Urban Village" die
Quadratur des Kreises: "Geborgenheit, Sicherheit und gute Nachbarschaft", umgeben von
malerischer, vor DDR-Willkür geretteter Gründerzeit-Kulisse, zu der nun auch das Latte-Laptop-
Prekariat zählt, lässt sich von ihm für eine paar schlappe Hunderttausender käuflich erwerben!
Innerhalb des "neuen Berliner Bürgertums" der "finanziell Angekommenen", hinter dem Riegel
der gated community, mag das funktionieren - aber nicht in Bezug auf die Gemeinschaft jener
Nachbarn, die sich in AIM, der AnliegerInitiative Marthashof organisiert haben, und die die neuen
Mauern, die ihnen das Sonnenlicht stehlen werden, und das Grün schon geraubt haben, seit zwei
Jahren im Raum der Öffentlichkeit bekämpfen.
Nicht alle, die gegen diesen "Tsunami of gentrification" aufstehen, können denunziert werden,
selbst durch irgendeine Welle der Gentrifizierung hierher geschwemmt worden zu sein: hier
erheben sich auch Menschen gegen jene neue Mauer, die die alte von der "falschen" Seite her
erlebt haben, indem sie sich mit Neubürgern aus aller Welt verbünden und initiativ vernetzen, die
ebenso klar Position gegen diesen "Aufwertungs"-Irrsinn beziehen.

Andere wiederum halten solche politischen Initiativen wie die von AIM, deren Mitstreiter sich
beispielsweise in der Bezirksverordneten Versammlung abarbeiten, um aufzuklären wie es
überhaupt zur Planung der Marthashof-Katastrophe kommen konnte, anscheinend für
unangemessen. Diese lassen Luxuskarossen nächtens in Flammen aufgehen, und wir erfahren
aus dem RBB-Inforadio am 9.12.09 von Claudia Schmid, der Leiterin des Berliner
Verfassungsschutzes, dass auch das Nachbarn sein sollen:
"Wir haben festgestellt in einer Studie, wo wir uns die Straftaten und Gewalttaten links
angesehen haben, dass wir sogenannte verdichtete Räume haben. Das heißt das sind die
Bereiche, wo vor allen Dingen die Tatverdächtigen wohnen, wo die meisten Taten begangen
werden und wo wir auch die Trefforte von Linksextremisten haben. Und dies sind drei Räume in
Berlin, dies sind sie Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg."

Der farbgebeutelte Stofanel-Verkaufspavillon muß andauernd bewacht werden, und anders wird
auch das Implantat nicht zu schützen sein: Das Experiment Dorfleben, geschützt von der
Wagenburg aus Beton, sowie Polizei und Security, und trotzdem teilhaben am urbanen Flair -
muss doch gelingen: "Don´t compromise" prangt das Motto am Bauzaun! Zu diesem Flair kann
der Gentrifizierer kaum anderes beitragen als Euro. Aber nichts anderes als diese Euro zählen in
einer freien Marktwirtschaft, die frei ist von jedem Bezug zu den Grundbedürfnissen der Mehrheit
des Volkes. Kauf-Kraft kommt in den Kiez, lautet die zynische, doppelbödige Parole aller
Wowereits dieser Stadt, wenn sie jene auf Grundsteinlegungen und Richtfesten im Namen der
Kiez-Bewohner begrüßen: ja, man kann sich auch das Recht kaufen, seine Nachbarschaft, seien
es nun Gründerzeitbauten oder (Lebens)Künstler, als Kulisse der eigenen urbanen Befindlichkeit
zu benutzen.

Wie die Investoren durch die wachstumsfördernde Gier nach den letzten Filetstückchen getrieben
werden, soll der Käufer durch die Gier nach dem bunten Event Prenzlauer Berg getrieben
werden.
Nötig wird all dies vermeintlich durch die wirtschaftliche Armut Berlins, möglich in Wahrheit aber
durch die Armseligkeit einer Politik, die sich des einzigen Reichtums Berlins begibt: jener
Atmosphäre, die Berlin sowohl von Itzehoe wie New York unterscheidet, und so gar nicht (neu-)
bürgerlich ist.

Überall in den Sanierungsgebieten fügten Unbekannte am Neunten-Elften, jenem Tag der "iacta
alea est" Domino-Show, dem Prenzlauer Berg ein weiteres, nicht ganz so buntes Event hinzu:
rätselhaften Plakate in schwarz-gelb und weiß tauchten auf, auch in unmittelbarer Nachbarschaft
des verwüsteten Marthashofs, auf denen lakonisch nur das zu lesen war:
WIR SIND EIN VOLK! UND IHR SEID EIN ANDERES OSTBERLIN, 9.NOVEMBER2009
"Aha, Ossis gegen Schwaben" hieß es reflexartig in den Medien - oder liegt hier die Chiffre einer
anderen Konfrontation vor?
Ein seit nine-eleven verstärkt gepflegtes cocooning wird nun aufgebläht zu diesem vom
Architektenbüro Grüntuch/Ernst geplanten Monument der Marthashof-Verbetonierung, das wir
von AIM als die "antisoziale Plastik" bezeichen: Harmonie und Ganzheitlichkeit - alles bloße
Binnenbezüge innerhalb der abgeschlossen Welt des "Urban Villages", das aber ohne Bezug zu
den dort Lebenden und ohne deren Beteiligung hineingeklotzt wurde in deren Lebenswelt, die
dadurch klaustrophobische Züge annimmt: Verdichtungswerk als Vernichtungswerk. Dass
dieses "Volk" der Käufer nicht den Weitblick hat zu erkennen, dass es dieser Lebenswelt, in der
es schwelgen wollten, Gewalt antut und ihr schlussendlich den Rest gibt: traurige Tatsache. Dass
diese Menschen aber blind sind für die alptraumhafte Einkesselung, die sie sich selbst und den
Ihren antun und dafür teuer bezahlen: unbegreiflich.
Unbegreiflich auch dass die Politik erwägt, der Vivico Real Estate zu gestatten, am Mauerpark
ihrer Kundschaft die potenzierte Kopie dieses fragwürdige Modells anzubieten: zum Wedding hin
soll hier eine gigantische trennende Mauer aus ca. 700 Wohnungen entstehen - ein Projekt das
mit dem geplanten Gebäuderiegel am sozialen Äquator der Bernauer Straße in Zusammenschau
gesehen werden muss.

Die Segregation von Lebenswelten als Signatur der aktuellen Berliner Stadtplanung: neue
Mauern da, wo alte gefallen sind, Ausgrenzung und Einigelung als künftiges Lebensgefühl des
Prenzlauer Bergs und bald ganz Berlins, - denn die "Projekt-Pipeline ist voll".
Das merkwürdige Plakat: vielleicht auch ein trauriger Nachruf auf den der Gier geopferten
sozialen Frieden, der den Prenzlauer Berg so lebens -und liebenswert gemacht hat.



17 November 2010

† the eve of destruction for Kastanienallee in Prenzlauer Berg:Sunday, November 21, 2010

Terrified and shocked we have to realize, that the Kastanienallee in Prenzlauer Berg is sentenced to death by stupidity and arrogance.
All Berliners from all countries all over the world cry out:
STOP New Kastanienallee! 


more information in German:
Kastanie21: das BIN-Berlin Portal zur Rettung der Kastanienallee in Prenzlauer Berg ·


and soon in English:
marthashof.info


help us to prevent Authorities from destruction of legendary casting-alley - contact BIN-Berlin:  mail@bin-berlin.org
Support us 18 November 1 p.m. Corner of Oderberger Street/ Kastanienallee
Baubeginn in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg ab 22.11.2011 - Berlin.de


there must be a reason, they don´t like the original pavement -and it is not only Marthashof:







31 Oktober 2010

MAUERFALL RELOADED - Bedingungsloses Grundeinkommen: ein Fall der Mauer in den Köpfen

VORTRAG von Ralph Boes mit anschließender Diskussion:

MAUERFALL RELOADED - Bedingungsloses Grundeinkommen: ein Fall der Mauer in den Köpfen

Donnerstag, 04.11.2010, 20 Uhr

Freie Schule am Mauerpark, Wolliner Str. 25/26, 13355 Berlin-Wedding

Auf Einladung des BürgerInitiativen-Netzwerks BIN-Berlin

Eintritt frei, Flyer hier.

Am 8.November 2010 findet die Anhörung von 
Susanne Wiest im Bundestag zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen BGE statt. Ihre Petition zu diesem Thema, die Ende Dezember 2008 startete, war mit über 50.000 UnterstützerInnen die bis dato erfolgreichste in Deutschland überhaupt.
Dieses bedeutende Ereignis nehmen BGE-Initiativen zum Anlass, um bundesweit zu einer Demonstration am Samstag, dem 06.11.2010 um 5 vor 12 in Berlin am Platz des 18. März beim Brandenburger Tor beginnend, und da auch endend, aufzurufen: Unternimm das Jetzt!
Das BürgerInitiativen Netzwerk BIN-Berlin möchte dazu einen Beitrag leisten und hat einen streitbaren Verfechter des BGE für einen Vortrag am Vor-Vorabend dieser Demo gewinnen können:
Ralph Boes von der Berliner Bürgerinitiative Bedingungsloses Grundeinkommen beschließt an diesem Tag eine Vortragsreise durch Deutschland. In seinem Vortrag greift er die Idee des BGE, die in den letzten Jahren vor allem durch Prof. Götz Werner, den Firmengründer der dm-Drogeriemarkt-Kette, mit dem Wahlspruch Unternimm die Zukunft! ins öffentliche Bewußtsein vordrang, eigenständig und neu auf:

Das Geld, welches heute schon im Sozialsystem kursiert, kann so ausgegeben werden, dass jeder aus einer Konsumsteuer (Arbeit wird von Besteuerung entlastet!) ein die Lebensgrundbedürfnisse deckendes Grundeinkommen erhält, und zwar bedingungslos, d.h. ohne dass seine Bedürftigkeit von Amts wegen überprüft werden müsste, da sie kein Kriterium für den Erhalt ist.
Auch wer durch die Automatisierung und Rationalisierung in Produktion und Verwaltung aus der Arbeit entlassen wird, findet sich nicht im jede Initiative erstickenden "fordern und fördern" Bevormundungs-Apparat von Hartz vor.
Durch sein Einkommen wird er freigestellt, solche Aufgaben in der Gesellschaft zu übernehmen, die er selbst als notwendig erkennt: sei es auf wissenschaftlichem, künstlerischem und pädagogischem Gebiet, oder im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit, des Kulturellen oder des Sozialen wie Pflege und Betreuung.

Den Ort des Vortrages, die Freie Schule am Mauerpark, hat BIN-Berlin nicht zufällig gewählt - bis vor drei Jahrsiebten trennte der Todesstreifen hier zwei Welten. 
Aus dem Erleben des Niedergangs der DDR, und der Bemächtigungstendenz der BRD, begann hier ein intensives, ergebnisoffenes Nachdenken über das, was nun Not tat, einen Dritten Weg, über den im Grunde nur bekannt war: er sollte nicht zurückführen zu dem scheinbar Gescheiterten und auch nicht enden in dem offenbar Obsiegenden.

Das Ereignis des Mauerfalls am 9.November 1989 eröffnete dieser geistigen Bemühung um den Dritten Weg, die es im Osten im Grunde seit dem Prager Frühling gab, einen Moment lang eine weltgeschichtliche Chance. Das Scheitern dieses Versuchs verdichtete sich in einem Datum, dem 18.März 1990, der Volkskammerwahl, die - völlig überraschend - jenen Kräften die Mehrheit verschaffte, die den Beitritt der DDR zur BRD ohne Bemühung um eine gemeinsame Verfassung wollten, und somit eben KEINE Wiedervereinigung stattfinden konnte, sondern etwas anderes - ein Vorgang, den manche weiterhin als "Anschluss" bezeichnen, und mit dessen Konsequenzen wir nun zu leben haben.


Genau 142 Jahre vor diesem Datum ereignete sich aber Revolutionäres nahe dem Ort, an dem dann später für gut 30 Jahre der "Palast der Republik" stand: Tausende BerlinerInnen versammelten sich dort, ermutigt vom Geist der weltgeschichtlichen Phase, die wir als Vormärz kennen, um vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV erweiterte Freiheitsrechte einzufordern. Der Vormärz endete an diesem Tag in einem Blutbad: die Bürgerinnen und Bürger, die sich opferten, erwirkten aber einen gewaltigen Impuls für die Freiheit und die Grundrechte im revolutionären Europa.
Die Niederlage für diesen Impuls durch die adelige Reaktion Europas verarbeitete Ferdinand Freiligrath 1849 in einem Gedicht, das endet:

                Nur, was zerfällt, vertretet ihr!
                Seid Kasten nur, trotz alledem!
                Wir sind das Volk, die Menschheit wir,
                Sind ewig drum, trotz alledem!

Und dieses Wort aus dem Jahre 1849 begegnet uns wieder im Wendejahr 1989: "Wir sind keine Verbrecher - wir sind das Volk", hieß es zunächst auf den Demonstrationen. Bald aber wurde skandiert “Wir sind ein Volk”, und dann Richtung 18.März 1990: "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, gehen wir zu ihr".
Wie ein Nachruf begegnet uns vor einem Jahr in Prenzlauer Berg jenes enigmatische Plakat, dessen Urheberschaft weiter im Dunkeln bleibt, und das von naiven Journalisten- und Politikergemütern als ein Statement gegen "Schwaben" missinterpretiert wurde, in Wahrheit aber das Scheitern jener Einigungsbemühung ausspricht: 
„Wir sind ein Volk! Und ihr seid ein anderes. Ostberlin, 9. November 2009”

Die Demonstration nun, die dem Vortrag Ein Fall der Mauer in den Köpfen am übernächsten Tag folgt, Fünf vor zwölf wird es sein, beginnt und endet am "Platz des 18. März": dieser Platz, von dem aus am 9.November 1989 die Massen die Mauerkrone erstürmt haben - diese Bilder haben sich unauslöschlich in die kollektive Erinnerung eingebrannt - wurde erst Ende der 90iger Jahre so benannt: nach langer politischer Diskussion wurde ausdrücklich der Bezug sowohl zu den Ereignissen des Jahres 1848 wie jenen des Jahres 1990, hergestellt!

Mauerfall Reloaded - diesmal soll eine immaterielle Mauer, nämlich die in den Köpfen, fallen. Erkennen worin diese Mauer besteht: dieser Bemühung sich zu unterziehen, wird an diesem Abend gemeinsam mit dem Vortragenden die Aufgabe sein.

Zwischen dem Vortragsort und dem ehemaligen Todesstreifen am heutigen Mauerpark sollen nun neue materielle Mauern entstehen.
Und jene Menschen, die nun darüber nachdenken, wie diese bedrohte Erde freigekauft werden kann, um sie wieder der Öffentlichkeit, nicht mehr als der Güterbahnhof, der hier einst war, sondern nun als Gemeingut Welt-Bürger-Park zur Verfügung zu stellen, finden es mehr als passend, dass dieser Vortrag in der Freien Schule am Mauerpark stattfinden kann, dem Ort einer Pädagogik, deren inneres Motiv die Frage sein könnte: befreit von was eigentlich ist solch eine Schule, und zu was wird sie dadurch frei? 

Wie auch immer die Antwort auf diese Frage ausfallen wird, abgemacht scheint doch bereits, dass diese Schule bald, um des Profites Willen, mit Beton umstellt werden soll. Und dieser Beton soll sich auch auf dem benachbarten Eckspielplatz türmen, der so wichtig für die interkulturelle Aufgabe dieser Schule ist, und dessen Eigentümer, die Stadt Berlin, ihn dem Investor Vivico Real Estate zur Bebauung überlassen will, - wie dieser Verwalter des Gemeingutes sich ja auch schon angemaßt hat, unser Wasser zu privatisieren.

In diesem Spannungsfeld wird Ralph Boes versuchen, diese Frage ins Auge zu fassen: Freie Schulen für freie Menschen - Warum ein bedingungsloses Grundeinkommen die freien Schulen braucht.

Und dann gibt es in der Grundeinkommensbewegung noch jenes Bild der Krönungswelle:
"Wenn wir die Strömungen für Volkssouveränität und Grundeinkommen zusammenfließen lassen und uns alle am 6.11.2010 in Berlin bei Unternimm das Jetzt! treffen, ist das Votum unübersehbar", wird auf der website kroenungswelle.net verheißen.
Diese Krone, sie ist im Berliner Bären-Wappen zu finden, und auch die Mauer, vor der die Rede ist; und genau betrachtet ist da auch ein verschlossenes Tor zu erkennen - vielleicht fällt die Mauer ja schon, wenn wir an dieser Türe rütteln.

Was mag uns der vierte, der sechste und der achte November, 21 Jahre nach dem Mauerfall, alles eröffnen?
Finden wir es heraus, indem wir unsere Versammlungsfreiheit nutzen, eines jener Grundrechte, um die 1848 gekämpft wurde, so wie unsere MitstreiterInnnen in Stuttgart, Gorleben und wo auch immer in der Welt, die dieses wagen.

12 September 2010

Entsetzen über die Mega-Marthashof-Pläne von Gothe/Vivico am Mauerpark



Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: am vergangenen Sonntag, den 5. September beginnen BürgerInnen entsetzt zu begreifen, was die Pläne der Vivico-Real-Estate und von SPD-Stadtrat-Gothe für Ihren Kiez bedeuten.

Nun heißt es aller Orten: Einspruch Herr Gothe!
mehr über die gemeinsame Kampagne, des BürgerInitiativen Netzwerks Berlin, fast aller mit dem Mauerpark befasster Initiativen, der Bürgerstiftung Welt-Bürger-Park und der Bündnis-Grünen hier:
EINSPRUCH gegen den Mega-Marthashof am Mauerpark! Kurs WELT-BÜRGER-PARK! 
bitte unbedingt bis 22.September unterschreiben! Aber auch danach ist jede Meinung wichtig: online hier oben (3.Zeile) oder jetzt live im Mauerpark, wo die Initiativen gerne auch Fragen beantworten - bis gleich!

03 September 2010

nach Megaspree: BIN-Berlin, Welt-Bürger-Park, Mauerpark, Wassertisch

am 11.Juli 2010 vom Marthashof-Pavillon gegenüber dem Mauerpark über den Rosenthaler Platz zum Roten Rathaus: das war die MEGASPREE-Demo!
                                           




kommentierter SOMMERLOCH READER 2010 

schon fast zwei Monate sind seit dem großen Megaspree-Ereignis vergangen, eine Art Reminiszenz und Würdigung von Andrej Holm ist im folgenden zu finden sowie einige Eindrücke von dem was seither geschah und wie es gesehen wird, die auch gleichzeitig den Charakter eines Ausblicks in sich tragen, welche Aufgaben initiative BürgerInnen und Bürger in BIN-Berlin und darüberhinaus nun anzupacken haben:

"Als Gentrification bezeichnet werden all jene Investitionsstrategien, für deren Erfolg der Austausch der Bewohner und Nutzungen Voraussetzung ist. Lassen sich mit Eigentumswohnungen höhere Gewinne erzielen als mit Mietwohnungen, trifft es die Mieterinnen und Mieter. Sollten sich die aktuell verbreiteten Nachrichten bestätigen, wonach Hartz-IV-Empfänger zum Umzug in kleine Wohnungen genötigt werden sollen, werden Verdrängungsprozesse – staatlich unterstützt – noch rasant an Fahrt aufnehmen. Dort, wo Bürobauten und Einkaufszentren gewinnversprechend realisiert werden können, müssen selbst solche etablierten Kulturstandorte wie das Tacheles in Berlin weichen.
Im Juli riefen in Berlin dutzende Clubs und Bars, etliche Bürgerinitiativen und Politgruppen, aber leider nur wenige Mieterinitiativen und Stadtteilgruppen zu einem Protestmarsch auf." 

Monocolumn – Neighbourhood gentrification [Monocle] 03.08.2010
"But even if you acknowledge that Mitte will never again be the laissez-faire laboratory of 15 years ago, it’s still depressing to witness a once lively local street such as Oranienburger Strasse turn into a subculture theme park for pub-crawls and Ukrainian prostitutes."

"Wie uncool ist die Kritik an der Gentrifizierung?" -  "Kultur-Vampirismus" der Begriff wird eingemeindet!

Berliner Zeitung - Aktuelles Berlin - Kollhoff findet Berliner Mitte «deprimierend» 09.08.2010
"Investoren wollten ohnehin nur «einen schnellen Euro» machen" Echt??? wer hätte das gedacht!


BAUMSCHANDE von Berlin: Gothe 11.08.2010
Ephraim Gothe (45, SPD), Baustadtrat von Mitte: „Wir wollen den Blick auf den Französischen Dom freier machen"


Sunday in Berlin 14.08.10 
die gute Fran, die ja vergangenen Herbst mit den Initiativen den Mauerpark-Film gedreht hat, bringt sogar der malayischen Bevölkerung etwas vom Lebensgefühl um Mauerpark und Oderberger-Dreieck nahe...

ICON-Schließung: Stadtrat Nelken will Lösungen suchen | Prenzlberger Stimme 19.08.2010
wir sind gespannt...
Soho House Appears in Berlin and Spurs an Identity Crisis - WSJ.com 20.08.10
"In a city proud of its underground scene, a trendy new social club feeds angst about elitism"

schönes Büchlein!

Friede, Freude, Fuckparade : Textarchiv : Berliner Zeitung 23.08.10
auch bei dieser Veranstaltung, an der auch ein Jura-Master des BIN-Berlin mitwirkte ging es um das große Ganze: ""Gentrifizierung", "Wasser-Geheimverträge", Media-Spree und Mauerpark - aber auch Waffenhandel und Pharmakonzerne: Auf der Kundgebung wird wenig ausgelassen. "Die Spree gehört Euch! Der Mauerpark gehört Euch! Das Acud gehört Euch! Berlin gehört Euch!", ruft ein Redner den 2 000 zu, die zum Auftakt gekommen sind. Daneben steht Dr. Motte und nickt. Der Erfinder der Loveparade hat sich schließlich schon vor Jahren mit der Anti-Fraktion vertragen, die seine Parade immer für zu kommerziell gehalten hat."

Wild-West-Stimmung am Wasserturmplatz « Steigende Mieten stoppen! 23.08.10 
bei den Kommentaren, bitte auch den Link den Peter Brenn (BündnisGrüne BVV-Pankow) gepostet hat beachten.
generell sollten die Kommentare auch bei taz, tagesspiegel etc. immer Beachtung finden und jeder sollte so frei sein, da auch seine eigenen Positionen zu veröffentlichen.

von Geographie-Studenten der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, denen AIM-Leute sich am 24.08.2010 für ein Expertengespräch zur Verfügung gestellt hatte,war zu erfahren, dass stern-berlin weiter unverdrossen behauptet in Prenzlauer-Berg gäbe es keine Gentrifizierung.

"Auch Martin Reiter schwant Böses. Er glaubt, dass viele «Geschäftemacher» versuchten, mit der Marke Tacheles Geld zu verdienen. «Bei der Vorstellung, dass es irgendwann einen Tacheles-Turnschuh gibt, wird mir schlecht», sagt er.
Es ist der alte Streit zwischen Geld und Geist, zwischen Gammel und Glamour. Das Berliner Stadtzentrum erleidet ihn gerade an mehreren Fronten. Ein weiteres prominentes Beispiel ist die Fotogalerie C/O Berlin im ehemaligen kaiserlichen Postfuhramt, nur wenige Hundert Meter vom Tacheles entfernt." 

wird Ingeborg Junge-Reyer (SPD) so sich und Ihre Partei retten?

Wolfgang Thierse fordert Schutz der Mieter am Wasserturm | Prenzlberger Stimme 24.08.2010
Thierse entdeckt den Mieterschutz - Berliner Zeitung 25.08.2010
und auch Wolfgang Thierse profiliert sich: "Zu den meist älteren Bewohnern der 60er-Jahre-Siedlung am Wasserturm sagte Thierse am Dienstag, es gebe einen „sehr typischen Konflikt zwischen alt eingessenen Mietern mit bezahlbaren Mieten und einem Verwertungsdruck, der immer stärker wird.“ "

"Am Dienstag haben Thierse und die Bezirksverordneten der Pankower SPD, Klaus Mindrup und Roland Schröder, zum Ortstermin eingeladen, 30 Bewohner sind gekommen. Die Neufassung der Bauordnung für Berlin lasse seit zehn Jahren eine sehr dichte Bebauung zu, sagt er. "Aber man muss ja nicht immer alles machen, was man darf", erklärt Thierse. Das Bezirksamt habe verpennt, sich mit dem nötigen Nachdruck für die sozialen Belange der Mieter einzusetzen." 

"Die Renditeerwartung für Immobilien in der Kastanienallee ist deshalb hoch, weil der Stadtteil mit seinem „radical chic“ zahlungsbereites Publikum von überall anzieht. Die Menschen, die hier ihre Klamotten kaufen und ihren Cocktail schlürfen, versuchen damit teilzuhaben an dem Flair dissidenter, nicht-kommerzieller Lebensweise, die hier mal zuhause war und zum Teil noch ist."
wichtige Links dazu:
Berlin: Räumung soll Rendite aus dem Keller holen « Gentrification Blog und die "Gemeinsame Erklärung des Vorstands des Kreisverbands Pankow und der Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow von Bündnis 90/Die Grünen" Zur Räumung des Umsonstladens in der Kastanienallee 86

summarisches Urteilen zu den Ikonen der Gentrifizierung: "Prenzlauer Berg stirbt. Und dem Berliner Senat darf man dabei unterlassene Hilfeleistung vorwerfen."

wow, ein Problem , das schon über 100 Leute zum kommentieren drängte : "Das Kind ist unser Lebensinhalt. Es ist alles in einem, muss es sein: Glück, Sinn, Statussymbol, Jungbrunnen. Das aber ist ein folgenschwerer Irrtum. Wer kein eigenes Leben hat, den wird eben dieser Lebensentwurf enttäuschen, enttäuschen müssen." und die Erziehungs-Resultate in der Zukunft, sind das jene?

Stadtwandel in Oberschöneweide: Warten auf die Gentrifizierung - taz.de 02.09.2010
"So wäre der Stadtplatz eine Schnittstelle zwischen dem alten und dem neuen Oberschöneweide sowie der Spree geworden.
Eine schöne Vorstellung, die leider der Finanzkrise zum Opfer fiel."

Postenweg: Senat hält an Plänen für Mauerweg fest - Berlin - Tagesspiegel 03.09.2010
"Wie berichtet, weigern sich einige Privatanlieger im Bereich zwischen Bernauer und Schönholzer Straße, für das Gedenkprojekt Teile ihrer Gärten zu verkaufen. Doch der einstige Postenweg der DDR-Grenzer, der im Zuge des Projektes erhalten bleiben und teilweise wiederhergestellt werden soll, führt genau über diese Areale." und einige Meter weiter: der Mauerpark

und dann gab es noch diese Serie: berlin2030 Tagesspiegel
"Die geografische Herkunft allein, sagt der Soziologe Hartmut Häußermann, sei das geringere Problem – die „bildungsferne“ in Quartieren wie Wedding sei die große Gefahr." warum fällt mir nun eine aktuelle Diskussion über Gene ein, die ein ehemaliger Berliner Senator der SPD losgetreten hat?

"Die zweifelhafte Zukunft, fast schon Gegenwart, ist zu sehen, wo Oderberger und Schwedter sich treffen: der furchtbare lilafarbene Schuhkarton, der für die Wohnanlage Marthashof, die Luxushasenställe in der Schwedter Straße, wirbt."
David Wagner wird wohl kaum noch zum Freund der Marthashof-Verbetonierung werden - schon vor zweieinhalb Jahren hatte er zu bekritteln: "Marthashof klingt zwar wie der Name einer Irrenanstalt [...]" Bolle Belle : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv

um das bürgerschaftlichem Engagement im Allgemeinen sorgt sich auch der BuPrä:
LINKEZEITUNG.DE - Berlin: Die Tafel der Habenichtse, Überflüssigen und TagelöhnerInnen 25.08.2010
"Wulff zeigte sich dankbar für ein geschenktes Schlaraffen-Leben mit über 400.000 Euronen jährlicher staatlicher Apanage bis ans Ende seiner Tage, führte die Köhlersche Tafel-Tradition fort und sorgte sich aber auch um die "Gräben zwischen Bürgern und Politikern"." 

zu Stuttgart21 etc.:
"Der Protest gegen "Stuttgart 21", die Aktion "Schule in Freiheit", "partizipative Budgets", der Kampf um Stadtwerke, ein soziales Jahr oder Biogenossenschaften sind weder "rechts" noch "links", sondern zukunftszugewandt und auf gesellschaftliche Kohärenz gerichtet. Die Stärkung eines ebenso "konservativen" wie "progressiven" Kommunitarismus könnte Sicherheitsnetze gegen wirtschaftliche Abstürze schaffen, Infrastrukturnetze für den ökologischen Umbau, soziale Netze für Pflege, Nachbarschaftshilfe und regionales Wirtschaften."
à propos Matthias Greffrath: etwas aus der Chronologie gefallen:

Die Stuttgarter Bewegung ist mittlerweile bundesweit zum Inbild und Menetekel eines Bürgeraufstands gegen die etablierte Politik, wenn nicht gegen die repräsentativen Demokratie insgesamt geworden, von der sich immer mehr Menschen bis zum vollständigen Vertrauensverlust zu entfremden scheinen.

Dass etwas in der Luft liegt, verdanken wir sicher auch unseren schwäbischen FreundInnen, die wir bei der Gelegenheit nocheinmal herzlich grüßen möchten:

am Montag, dem 30.08.2010 titelt der SPIEGEL 35/2010 :  die Dagegen-Republik: Stuttgart 21, Atomkraft, Schulreform: Bürgeraufstand gegen die Politik (S.64 ff.), entdeckt gar den Konflikt Kultur gegen Kapital anhand des Tacheles (S.48ff.) und gleich am Dienstag wird bei Maischberger gefragt "Kopflos, planlos, ahnungslos: Warum werden wir so schlecht regiert?"

zwei Berliner Groß-Demos die hier sogar fehlen:
Aufruf | Großdemonstration "Freiheit statt Angst!" "Ein breites Bündnis ruft dazu auf, für Bürgerrechte, Datenschutz und ein freies Internet auf die Straße zu gehen." schon Nine-Eleven: 11.09.2010
Unternimm das Jetzt! "Der deutsche Bundestag möge beschließen ... das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen." 06.11.2010

und ganz wichtig was unser Engagement für Bürgerbeteiligung angeht: haben eigentlich alle schon für das Wassertisch_Begehren unterzeichnet? Berliner Wassertisch immer das neueste da: wassertisch - Google-Suche
und auch da mal reingeschaut? Welt Bürger Park | Ein klares Signal für die Fertigstellung des Mauerparks ohne Bebauung zu dem Themenkreis etwas Aktuelles von fragwürdigem Gehalt aus dem Hause Schirrmacher:
Berlin: Zwischen schäbig und schick - Inland - Politik - FAZ.NET
"Kirchner kennt die „Männer in den besten Jahren mit Wohnsitz Prenzlauer Berg“, die Stadtrat Gothe in der Bürgerversammlung spitz als Wortführer des radikalen Widerstands ansprach. Sie seien vor etwa zehn Jahren nach Prenzlauer Berg gezogen. Der damalige Zustand – moderne Wohnungen in geschichtsverwittertem öffentlichen Raum – erscheine ihnen als verteidigenswert schick. Im Süden des Prenzlauer Bergs, berichtet Bürgermeister Köhne, sei eine sehr seltsame Bevölkerungsstruktur entstanden. Höchstens fünf Prozent seien dort über sechzig Jahre alt."
na da sind wir gespannt wann das rot-grüne Dreigestirn Kirchner-Gothe-Köhne endlich Ross und Reiter nennt: nicht dass es am Ende wieder jene sind die schon lange einen "Grundhass auf den Staat", ein "Grund-Misstrauen" gegen die Verwaltung hegen.
Und hier steht wie man Widerspruch einlegen kann - zumindest bis zum 22. September- dann müssen eventuell andere Wege beschritten werden:
Prenzlauer Berg: Mauerpark-Führung

03.09.2010: Das Haus der Anarchie (Tageszeitung junge Welt)
TIPP:  "Am 19. 9. ab 20 Uhr: »Protestvergißmeinnicht« – Lesung zum 80. Geburtstag von Adolf Endler. Mit Annett Gröschner, Brigitte Struzyk, Johannes Jansen, Peter Wawerzinek u.v.a."

und nun das Letzte zuletzt: wenn man bei Google mal so sucht berlin gentrification oder auch gentrifizierung berlin kann man auch mal mit den Zweifeln  der Gentrifizierer mitleiden:

"Luxusprojekte in „In-Bezirken“ sind stets mit einem Risiko verbunden. „Letztendlich kann es nämlich passieren, dass die Gentrifizierung abgeschlossen ist, wenn das Gebiet auf einem normalen Niveau angekommen ist“, warnt Schmidt. Aufwertungsprozesse sind also etwas für mutige Investoren, die sich von sozialen Protesten nicht abschrecken lassen. Aber es gilt wie so oft: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Nur so schmeckt der Cocktail über den Dächern Berlins und anderswo."
weiteres dazu: Gentrification wörtlich genommen « Gentrification Blog

6.9.2010 Diskussionsveranstaltung « Werkstattprojekt Linienhof
Und nun noch die Eilmeldung zum Skandal: Frau Hortensia Völckers wurde gestern, bei der gleichnamigen Veranstaltung quasi zur Über-Lebenskunst genötigt : Unkultivierte im Haus der Kulturen der Welt haben ihre Moderation gestört!
übrigens: morgen am 9.9.10 bitte nicht unkultiviert stören: da stellt der Investor Bahr das Bauvorhaben Belforter Str./ Straßburger Str./ Metzer str. vor: gegen 19:30 au Anlass der reguläre Ausschusssitzung im Haus 7, BVV-Saal im Bezirksamt Pankow von Berlin, 10400 Berlin, Fröbelstraße 17 .
dieser Herr wird Im aktuellen "vor ort" September 2010 S.4 interviewt, das hoffentlich bald hier  zu lesen ist:http://mieterberatungpb.de/download.php
vorab hier Investor Rainer Bahr im "vor Ort" Interview
weitere Hintergrundinformationen:

Allgemeine Verunsicherung | Prenzlberger Stimme
 Visualisierung Straßburger Straße 33-36, 10405 Berlin aktuelle Bebauung nur mit Earth-PlugIn kenntlich  
noch mehr Infos dazu bei BIN-Berlin.org : 
Keine Nachverdichtung im Kollwitzkiez: ein Marthashof reicht! ·